Asbest im Alltag

Asbest im Alltag

Wer heute von Asbest redet, der tut dies meistens im Kontext einer Asbestentfernung. Denn leider ist der gefährliche Stoff auch heute noch in vielen älteren Gebäuden vorzufinden. Was Asbest genau ist, was die Gefahren von Asbest sind und wie Sie sich richtig vor ihm schützen können, soll Ihnen der nachfolgende Artikel aufzeigen.

Was ist Asbest?

Bei dem Begriff „Asbest“ handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für sechs verschiedene faserförmige und kristallisierte Silikat-Minerale. Die kristallinen Fasern der Asbeste sind allesamt mikroskopisch klein mit einem Durchmesser von definitionsgemäß weniger als drei Mikrometer.

Die der Asbestgruppe zugeordneten Silikat-Minerale, bzw. die Fasern dieser, zeichnen sich im Vergleich zu anderen durch verschiedene besondere, für die Bauindustrie vorteilhaften, Eigenschaften aus:

  1. Die Asbeste sind äußerst hitzebeständig und halten Temperaturen von bis zu ca. 1.000 °C aus.
  2. Ebenso sind Asbeste verrottungsfest und zeigen sich sehr widerstandsfähig gegenüber vielen Säuren und den meisten Chemikalien.
  3. Die Zugfestigkeit der Asbestfasern ist gar höher als die von Stahldraht.
  4. Durch die Feinheit der Fasern, gelten Asbeste auch allgemein als ziemlich langlebige Stoffe. Der aus dem Griechischen stammende Name leitet sich genau aus diesen Eigenschaften ab: „Asbestos“ bedeutet so viel wie „unzerstörbar“ oder „unvergänglich“.

Asbesthaltige Materialien: Wo kommt Asbest vor?

Natürlich kommt Asbest, wie alle Silikat-Minerale, in der Erdkruste vor. Von dort aus kann es gewonnen und dann zu unterschiedlichen Produkten aufbereitet werden.

Im 19. Jahrhundert wurde Asbest erstmals in Gebäuden verbaut, dabei vor allem in Dächern. Die durch die Asbeste möglich gemachten „feuerfesten Dächer“ erfreuten sich einer hohen Beliebtheit und wurden schnell zum Standard in der Bauindustrie.

Im Jahre 1900 erhielt dann der Österreicher Ludwig Hatschek, Gründer und Besitzer einer Asbestwarenfabrik, ein Patent auf Faserzement (den er „Eternit“ taufte, benannt nach seiner Firma), einem Verbundwerkstoff bestehend aus Zement und Fasern. Bis hinein in die 1970er Jahre wurden dabei eben die Asbestfasern als Verbundmaterial genutzt und in den meisten Gebäuden beispielsweise als Dachschindeln, Welleternit bzw. Eternit-Wellplatten, Fassadenverkleidung oder Rohre verbaut.

Asbest wurde zudem als Dämmstoff eingesetzt sowie als feuerfeste Zwischenlage für Abzweigdosen und als Feuerschutz hinter Öfen. Auch tragende Stahlkonstruktionen in Gebäuden wurden zu Brandschutzzwecken mit Spritzasbest eingesprüht.

Erst nachdem sich in den 1960er und 1970er Jahren die Beweise für die krebserregende und allgemein gesundheitsschädliche Wirkung der Asbestfasern zunehmend mehrten, wurden Gebäude fortan nicht mehr mit Asbest verbaut. Ein vollständiges Verbot der Asbestproduktion folgte in Österreich jedoch erst im Jahre 1990.

Vor allem in Gebäuden aus dem 20. Jahrhundert, die vor den 1970er Jahren fertiggestellt wurden, muss deshalb auch heute noch mit Asbest in irgendeiner Form gerechnet werden, zumindest falls das Gebäude nicht bereits entsprechend saniert wurde.

Wie schützt man sich gegen Asbest?

Die Asbestfasern entfachen Ihre gesundheitsschädliche und krebserregende Wirkung durch ihre mikroskopisch kleinen Fasern. Beim Umgang mit Asbest können sich aus unterschiedlichsten Gründen einige der Fasern lösen und so in die Luft gelangen. Dank ihres kleinen Durchmessers von unter drei Mikrometern gelangen die Asbestfasern nach Einatmung sodann in die menschliche Lunge. Handelt es sich bei dem eingeatmeten Asbest um Fasern mit einer Länge von über fünf Mikrometern, so können die Makrophagen (Fresszellen) des menschlichen Immunsystems die Fasern nicht vollständig umschließen und somit nicht loswerden. Folge davon sind sogenannte „Asbestosen“. Diese sind bereits an sich lebensgefährdend, erhöhen aber zudem das Risiko für Lungenkrebs erheblich.

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Wird Asbest entdeckt, so ist der beste und einzig langfristig effiziente Schutz vor Asbest deshalb die schnellstmögliche Entfernung dieses.

Wie kann man Asbest entfernen?

Die Antwort auf diese Frage sollte für Laien auf diesem Gebiet lauten: Gar nicht! Es ist zwingend erforderlich, dass entsprechend geschulte Fachkräfte die Asbestentfernung vornehmen.

Zunächst gilt es durch eine Asbestmessung festzustellen, ob das Gebäude überhaupt wirklich mit Asbest belastet ist. Bei einem älteren Haus, das nie entsprechend saniert wurde, empfiehlt sich eine solche Messung grundsätzlich immer. Ist der Asbestbefall bestätigt, so müssen die befallenen Räumlichkeiten oder gar das gesamte Gebäude staubdicht verschlossen werden für die Dauer der Sanierung. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Asbestfasern sich in der Nachbarschaft ausbreiten. Die Bewohner des Hauses dürfen zu dieser Zeit selbstverständlich nicht in dem Gebäude leben.

Sind alle betroffenen Räumlichkeiten geschützt, so beginnen die Fachexperten mit der Entfernung der Welleternitplatten, der Eternit-Dachplatten, der Eternit-Fassaden, des Asbestputzes und allen anderen Gebäudeteilen, die mit Asbest verbaut sind. Asbesthaltige Materialien werden so nacheinander entfernt und die frei gelegten Stellen mit Restfaserbindemittel gereinigt, damit keine restlichen Fasern freigesetzt werden.

Abschließend erfolgt die Entsorgung des entfernten Asbests. Der Abfall Service online stellt hierfür spezielle Platten Bags für die Entsorgung von Eternitplatten zur Verfügung. So kann sichergestellt werden, dass sich eine Asbestplatte beim Transport stets getrennt von der Luft befindet. Für die Entsorgung des restlichen entfernten Eternits, das Asbest enthält, bietet unser Containerservice spezielle Müllcontainer an.

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In jedem Fall erfolgt die Asbestentsorgung durch Abfall Service online stets getrennt, gesetzeskonform und maximal sicher. Die Preise für die Entsorgung können Sie transparent unserer Eternit- bzw. Fassadenplatten-Preisliste entnehmen.

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