Kreislaufwirtschaft im Bausektor

Kreislaufwirtschaft im Bausektor

Von den über 60 Millionen Tonnen an Abfall, die jährlich in Österreich anfallen, sind allein Aushubmaterialien für knapp 60% dieses Abfallaufkommens verantwortlich. Der Bausektor als ganzes ist verantwortlich für fast zwei Drittel des jährlichen Abfallaufkommens in Österreich. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig der Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft gerade im Bausektor ist. Dabei geht es nicht einzig um ein Recycling der Materialien oder um einen möglich ressourcenschonenden Rückbau von Gebäuden in der Zukunft. Vielmehr muss die Kreislaufwirtschaft im Bausektor bereits in der Bauplanung beginnen.

Die richtige Bauplanung als Basis einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Bausektor

Die Kreislaufwirtschaft beschreibt als Gegensatz zur linearen „Wegwerfwirtschaft“ ein grundlegendes Prinzip für die fortlaufende Verwendung von Materialien sowie Produkten mit dem ultimativen Ziel Abfall zu vermeiden oder zumindest die Abfallmenge stark zu reduzieren. Wo immer es geht, sollen Materialen und Produkte wiederverwendet oder recycelt werden anstatt als Abfall zu enden, der im schlimmsten Fall deponiert werden muss. Dies erlaubt eine signifikante Ressourceneinsparung bei der Herstellung von neuen Produkten, da diese auf bereits vorhandenen Inputmaterialien basieren. Auch im Bausektor muss die kreisläufige Wirtschaft zum neuen Standard werden, gerade weil eben in diesem Bereich besonders viel Abfall generiert wird. Allerdings geht es dabei im Sinne einer wirklichen Kreislaufwirtschaft nicht einzig darum, erst nach getätigten Bauarbeiten bestmögliche Recyclingmöglichkeiten für die eingesetzten Materialen zu finden. Hierdurch kann am Ende das Recycling ökologisch nachhaltiger sein als die einfache Entsorgung der betreffenden Materialen. Vielmehr ist es deshalb wichtig, bereits bei der Bauplanung an eine maximale Nachhaltigkeit zu denken. So müssen Gebäude von Vorneherein kreislauffähig gebaut werden, sodass von an Anfang an klar ist, dass sich die verwendeten Materialien hinterher gut zum Recycling eignen und das Recycling ökologisch rentabel ist. Ein kreislauffähiges Gebäude beginnt also bereits in der Planphase und umfasst die Wahl der kreislauffähigen Materialen, die richtige Konstruktionsweise sowie auch die entsprechend bestmögliche Bauausführung. Um die Menge der Aushubmaterialien zu reduzieren, bietet sich zum Beispiel eine möglichst lokale Aushubverwertung im Rahmen der Bauausführung an. All diese Punkten sollten nach ökologischen Gesichtspunkten genauestens durchgeplant werden, sodass das fertige Gebäude am Ende eben kreislauffähig wird.

Was ein kreislauffähiges Gebäude ausmacht

Ein kreislauffähiges Gebäude charakterisiert sich in erster Linie durch eine maximal ressourcenschonende Bauweise. Um eine solche maximale Ressourcenschonung zu ermöglichen, sollten Gebäude analog zu anderen Produkten eine erhöhte Nutzungsdauer aufweisen, die die Verwendung von neuen Ressourcen bestmöglich verhindert. Das heißt der Bausektor muss anfangen, ein jedes Gebäude auch als Wertstoff anzusehen, das am Ende einer Nutzungsdauer oder Nutzungsart recht einfach und ressourcenarm zu einer anderen Nutzungsform übergehen kann. Ein solcher Nutzungszyklus stellt sicher, dass Gebäude bestenfalls nie als „Abfall“ enden, sondern so lange wie möglich weiterverwendet werden können. Die Langlebigkeit von Gebäuden kann heutzutage durch eine sogenannte „Life Cycle Assessment“ (LCA, auf Deutsch: „Lebenszyklusbewertung“) geschätzt werden. In einer solchen Ökobilanz fließen verschiedene kreislaufwirtschaftliche Faktoren und Parameter ein. Ein kreislauffähiges Gebäude sollte entsprechend möglichst viele bzw. alle davon erfüllen. Erst in Fällen, in denen sich ein Gebäude tatsächlich nicht mehr in irgendwelcher weiterverwenden lässt, kann dann auf das Recycling der einzelnen Baumaterialien gesetzt werden. Durch die Wahl besonders recycelfreundlicher Materialien in der Bauplanung wird ein solches Recycling eben möglich gemacht.

Wie die Kreislaufwirtschaft im Bausektor schon heute möglich ist

Eine zirkuläre Wirtschaft im Bausektor ist keineswegs eine bloße Zukunftsvision, sondern auch heute schon implementierbar. Angefangen von den nachhaltigen Bauplanungen bis hin zum nachhaltigen Bauprozess. Damit dabei schon heute ressourcenschonend recyceltes Baumaterial verwendet werden kann im Bausektor, ist entsprechend ein systematisches Recycling vonnöten. Wo immer Baustellenabfälle, Baurestmassen oder sonstige Abfälle anfallen, müssen diese korrekt sortiert und ordnungsgemäß entsorgt werden, um hinterher dem jeweils richtigen Recyclingweg zugeführt werden zu können. Der Abfall Service online unterstützt den Bausektor bei dem Übergang zur Kreislaufwirtschaft. Durch unseren Service erleichtern und beschleunigen wir den Entsorgungsprozess auf Baustellen und übernehmen für unsere Kunden die nachfolgende Zuführung der Abfallstoffe in den Recyclingprozess. Dadurch erhöht sich die Recyclingquote auf Baustellen, was wiederum zu einer Erhöhung der verfügbaren sekundären Baustoffe zur Folge hat. Je mehr recycelte sekundäre Baumaterialien verfügbar sind, desto weniger ist der gesamte Bausektor auf neu gewonnene Rohmaterialien angewiesen, ganz im Sinne der zirkulären Ökonomie. Ein wichtiger Schritt und Beitrag zu einer ressourcenschonenden, nachhaltigen und eben ökologisch freundlichen Kreislaufwirtschaft im Bausektor.

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