Abfallentsorgung - Wohin mit Elektroschrott?

Abfallentsorgung - Wohin mit Elektroschrott?

Wer ein neues Elektrogerät kauft, weiß, dass die Verpackung des Geräts in die Papiertonne gehört. Doch wie sieht es mit dem Elektrogerät selber aus? Was tun nachdem (hoffentlich erst nach mehrjähriger Nutzung) das Gerät kaputt und unbrauchbar wird? Es herrscht immer noch viel Verwirrung bei Konsumenten, wenn es um die korrekte Entsorgung von Elektroschrott geht.

Was ist Elektroschrott? 

Oftmals ist vielen Konsumenten nicht klar, wann es sich bei ihren Geräten überhaupt um Elektroschrott handelt. Grundsätzlich werden unter dem Begriff Elektroschrott alle Geräte zusammengefasst, die zum einen elektronisch betrieben wurden und zum anderen irreparabel kaputt sind.

Wer also beispielsweise seine alte noch funktionierende Waschmaschine gegen ein neueres Modell eintauscht, hat es ausdrücklich nicht mit Elektroschrott zu tun. In so einem Fall sollte man versuchen das alte Gerät zu verkaufen, zu verschenken oder einem Fachhändler anzubieten. Gleiches gilt für Geräte, die zwar einen Defekt haben, aber noch zu reparieren sind. Auch in diesem Fall hat man es nicht mit Elektroschrott zu tun. Statt das Gerät zu entsorgen, sollte man entweder versuchen es zu reparieren oder es wiederum einem Fachhändler anbieten. Zu entsorgen sind also lediglich Elektrogeräte, die nicht wieder funktionsfähig zu machen sind.

Wertvoller Elektroschrott gegen die Wegwerfgesellschaft

Der durchschnittliche Österreicher produziert laut neuesten Daten pro Jahr rund 587 Kilogramm an privatem Müll. Bei mindestens 9,3 Kilogramm davon handelt es sich um alte Elektrogeräte. Diese Zahl gibt aber nur an, wie viel Elektroschrott Österreicher pro Kopf jährlich korrekterweise auf einen entsprechenden, offiziellen Sammelplatz abgeliefert haben. Die tatsächliche Zahl des produzierten Elektroschrotts dürfte höher liegen, denn weiterhin wird zu viel Elektroschrott falsch entsorgt. Das Tragische bei der inkorrekten Entsorgung von Elektroschott sind die vielen Nutzen, die der gesamten Gesellschaft hierdurch entgehen. Jedes Elektrogerät enthält wertvolle Rohstoffe, wie etwa Kupfer, das leicht wiederverwertet werden kann. Zwar liegt Österreich mit seiner Pro-Kopf Sammelanzahl von 9,3 Kilogramm weit über der von der EU verlangten Zahl von 4 Kilogramm, doch auch hierzulande gehen jährlich weiterhin viele wertvolle wiederverwertbare Ressourcen verloren durch eine falsche Abfallentsorgung von Elektrogeräten. Teilweise durch organisierte, illegale Gruppierungen, die den Elektroschrott für den Eigenprofit benutzen, aber oftmals eben auch durch die fälschliche Entsorgung des Elektroschrotts im Restmüll oder der Entsorgung noch reparierbarer Elektrogeräte.

Elektrogeräte richtig entsorgen

Elektroschrott darf auf keinen Fall, unter keinen Umständen, in den Restmüll. Ansonsten gibt es generell zwei Möglichkeiten Elektroschrott loszuwerden. Die weitläufigste und einfachste Methode ist es, die kaputten Geräte einfach bei einer der zahlreichen Rücknahme- und Entsorgungsstellen der Gemeinden und Städte abzuliefern. Das Abfallwirtschaftsgesetz verpflichtet jede Gemeinde mindestens eine Rücknahmestelle für ihre Bürger einzurichten. Tatsächlich gibt es in Österreich aber mittlerweile schon rund 2.100 solcher Stellen. Das macht Österreich zum dichtesten Sammelnetz von Elektroschrott in ganz Europa. Die Abgabe der Geräte ist natürlich per Gesetz kostenfrei. Eigentlich gibt es somit keine Ausreden für die korrekte Entsorgung seines Elektroschrottes.

Eine weitere Möglichkeit seinen Elektroschrott loszuwerden, bieten Fachhändler an. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Händler das Altgerät nur eintauschen. Das heißt ein Händler wird das kaputte Elektrogerät nur dann annehmen ohne Extrakosten, wenn der Konsument im Gegenzug ein neues Gerät gleichwertiger Art bei dem jeweiligen Händler kauft.

Es spielt dabei keine Rolle, wo das Altgerät gekauft wurde. Wer also ohnehin ein neues Gerät braucht, für den kann auch diese Variante der Entsorgung attraktiv sein.

Altbatterien stellen hierbei einen besonderen Fall dar. Seit 2008 sind Händler, die Batterien zum Kauf anbieten, gesetzlich verpflichtet in ihren Geschäften Sammelboxen aufzustellen, wo Konsumenten aufgebrauchte Batterien unentgeltlich und ohne Gegenleistung hinbringen können. Bis 2019 versucht die EU die Sammelquote für Elektrogeräte in den einzelnen EU-Ländern auf mindestens 65% zu bringen. Wenn Konsumenten ihre Altgeräte endlich geschlossen als die gesellschaftlich wertvolle sekundäre Rohstoffe ansehen, die sie sind und folglich anfangen, den Elektroschrott gewissenhaft und auf die richtige Weise zu entsorgen, dann ist dieses Ziel absolut machbar.

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