Kampf dem Papierberg: Geschenkverpackungen richtig entsorgen

Kampf dem Papierberg: Geschenkverpackungen richtig entsorgen

Kein Weihnachten ohne Geschenke – keine Geschenke ohne Verpackungen. So haben sich auch heuer rund um Heiligabend wieder große Berge an Kartonagen und Papierreste angesammelt. Bevor diese aber alle einfach in den Mistkübel wandern, sollte man überlegen – welche Papierverpackungen gehören wo und wie richtig entsorgt? Dabei gilt: Geschenkpapier gehört in den Altpapier-Behälter, unbeschichtete Kartonagen hingegen zum Abfallsammelzentrum.

Wer kennt das nicht: kaum sind zu Weihnachten alle Geschenke ausgepackt, liegen zahlreiche Papierverpackungen, Briefumschläge und Kartonagen neben dem Tannenbaum. Werden diese Abfälle richtig entsorgt, können sie wieder zurück in den Papierkreislauf gebracht werden. Dabei ist die richtige Trennung das A und O: In den Altpapier-Behälter gehört Zeitungs- und Geschenkpapier, Briefe oder Schreibpapier. Um Platz in den Behältern zu sparen, sollten Zeitungen gestapelt und sperrige Papierprodukte gefaltet werden. Sonstiges Verpackungsmaterial, wie z.B. Styropor oder Kunststoffhüllen, muss entfernt werden, bevor die Papierteile in den Altpapierbehälter geworfen werden. Große Kartonagen und Schachteln hingegen sollten unbedingt im Abfallsammelzentrum abgegeben werden – das erleichtert die Entsorgung und das Recycling enorm. Durchschlag- und Thermopapier (Kassenzettel), Taschentücher, Papierhandtücher und Küchenrolle sowie verschmutztes oder fettiges Papier und beschichtete Kartonverpackungen werden über den Restmüll entsorgt.

Zurück in den heimischen Recyclingkreislauf

Rund 1,67 Millionen Tonnen an Altpapier fallen jährlich in Österreich an. Richtig gesammeltes Altpapier wird in Österreich fast zur Gänze für die Produktion neuer Papierprodukte verwertet. Bis zu sechs Mal können die Papierfasern wiederverwendet werden und sich in neuen Zeitungen, Büchern oder Zeitschriften wiederfinden. Für diesen Verwertungsprozess wird ausgedientes Papier sortiert, mit Wasser vermischt und aufgelöst. Nach dem mit Hilfe eines Siebs Kleinmaterialrückstände wie Büroklammern oder Kunststofffolien herausgefiltert wurden, muss das Gemisch gegebenenfalls noch dem „De-Inking“-Verfahren unterzogen werden, d.h. dem Material wird mittels Chemikalien seine Farbe entzogen – dies ist insbesondere bei Tageszeitungen der Fall. Danach wird das Gemisch über Siebe und Walzen und über eine Slalom-Bahn getrocknet – und schon ist die Papierbahn bereit für die Weiterverarbeitung zu neuen Zeitungen, Katalogen oder Magazinen. Aus recycelter Wellpappe hingegen, werden zum Beispiel Faltkartons und Kartonverpackungen gefertigt. Dabei werden alte Kartons mit Frischfasern aus Holz aufbereitet und zu Verpackungen für Müsli, Reis oder Schokolade gestanzt und gefaltet. Alle Beispiele zum Recycling von Papier, Karton und Co. gibt’s unter www.rundgehts.at

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Über die Initiative Rund Geht’s

Die österreichische Abfallwirtschaft erwirtschaftet in den privaten und kommunalen Betrieben und über ihre Zulieferkette rund 5,2 Milliarden Euro. Sie sichert knapp 40.000 Arbeitsplätze. Mit dem Ziel Infos, Zahlen und Fakten zur heimischen Abfallwirtschaft und deren Maßnahmen in der Bevölkerung zu verankern, wurde die bundesweite Kampagne „Rund Geht’s“ gestartet. Mit Beispielen aus der Kreislaufwirtschaft zeigt die Kampagne auf, wie richtig getrennter Abfall von heute der Rohstoff von morgen ist. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne vom Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) gemeinsam mit zahlreichen Akteuren der Abfallwirtschaft, den Bundesländern, den Abfallverbänden, BMNT, WKÖ u.v.a. Bis heute unterstützen über 50 Partner die Kampagne. Mehr Information: www.rundgehts.at

ein Kooperationsbeitrag von Abfall Service online

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