Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, der Alltag kehrt langsam zurück, und die festliche Dekoration bleibt in vielen Haushalten bis zu den Heiligen Drei Königen stehen. Danach stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Was tun mit dem echten Weihnachtsbaum?
Ein bewusster Umgang mit Weihnachtsbäumen ist dabei besonders wichtig. In Gemeinden, in denen die FCC Environment CEE Gruppe tätig ist, stehen Sammelstellen oder spezielle Abholdienste zur Verfügung, um eine fachgerechte Verwertung sicherzustellen. Die Bäume können neben den Restmülltonnen oder an ausgewiesenen Sammelplätzen abgelegt werden. Informationen zur Abholung finden sich auf den Webseiten der Gemeinden oder in lokalen Mitteilungsblättern.
Voraussetzung für eine optimale Verwertung ist, dass sämtlicher Christbaumschmuck vollständig entfernt wird – Kugeln, Lametta, Metallhaken und andere Dekorationen. Ebenso wichtig ist, dass die Bäume nicht in Säcken oder Folien verpackt werden. Ideal ist es, wenn die Weihnachtsbäume „lose“ abgelegt werden. Eingepackte Bäume verursachen zusätzlichen Aufwand und können nicht als Bioabfall verarbeitet werden. Selbst einzelne vergessene Dekorationen können den Recyclingprozess beeinträchtigen.
Wenn möglich, sollten Äste entfernt und der Stamm in kleinere Stücke zersägt werden. Das erleichtert den Transport und die weitere Verarbeitung erheblich.
Wie Weihnachtsbäume weiterverwertet werden können
Nicht eingetopfte Weihnachtsbäume eignen sich hervorragend zur Kompostierung oder energetischen Verwertung. Rund 500 Weihnachtsbäume können den jährlichen Energiebedarf eines Haushalts decken oder etwa 1.000 Liter Heizöl ersetzen.
Bei der Kompostierung werden die Bäume zu Holzhackschnitzeln zerkleinert, die als Kompostzusatz oder Mulch verwendet werden. So wird Abfall reduziert und wertvolle Nährstoffe gelangen zurück in den natürlichen Kreislauf.
Wer seinen Weihnachtsbaum selbst verwerten möchte, kann ihn mit einem Gartenhäcksler zerkleinern und als Rindenmulch im eigenen Garten nutzen. Mulch hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und empfindliche Zierpflanzen vor dem Austrocknen zu schützen. Nach dem Zerkleinern sollten die Holzreste mehrere Monate an einem trockenen Ort gelagert werden. Kleinere Mengen eignen sich für den Kompost oder für Pflanzen wie Rhododendren und Hortensien. Größere Äste können zudem als Frostschutz für empfindliche Pflanzen – etwa Rosen – verwendet werden. Der Weihnachtsbaum sollte jedoch nicht vollständig austrocknen, sondern vorübergehend geschützt im Außenbereich gelagert werden.

Weihnachtsbäume im Topf – die abfallfreie Alternative
Eine besonders sympathische Lösung ist ein Weihnachtsbaum im Topf. Bei richtiger Pflege (ausreichendes Gießen und Schutz vor Temperaturschocks) kann er nach den Feiertagen im Garten ausgepflanzt oder für das nächste Jahr kühl überwintert werden. Entscheidend für das Überleben ist auch, dass der Baum nicht in einem zu kleinen Topf bleibt, sondern rechtzeitig in ein größeres Gefäß umgesetzt wird.
In Serbien bieten unsere Kolleginnen und Kollegen in Kikinda eine besondere Möglichkeit an: Wer seinen Weihnachtsbaum im Topf nicht selbst einpflanzen möchte, kann ihn zur FCC-Betriebsstätte bringen, wo er eingepflanzt wird und ein neues Leben erhält.
Echter oder künstlicher Weihnachtsbaum?
Wer sich fragt, welche Variante umweltfreundlicher ist – ein echter oder ein künstlicher Weihnachtsbaum –, dem sei gesagt: Der echte Weihnachtsbaum ist die nachhaltigere Wahl. Er überzeugt durch:
- eine geringere CO₂-Bilanz
- niedrigeren Energieaufwand in der Herstellung
- kaum relevante Emissionen schädlicher Stoffe
- vollständig verwertbare und recyclebare Abfälle
Künstliche Weihnachtsbäume gehören nach ihrer Nutzung auf den Recyclinghof, wo sie in ihre Materialbestandteile (Kunststoff, Metall) getrennt und fachgerecht recycelt werden.
Wie man sieht, ist es keine große Wissenschaft, Abfälle korrekt zu trennen und wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Nachhaltigkeit beginnt im eigenen Zuhause – und wirkt weit über die Feiertage hinaus.